Am 17. Juni 2009 bot sich uns (einer Gruppe von 50 Schülerinnen und Schülern des beruflichen Gymnasiums Pirmasens und ihren Lehrern) die Gelegenheit, im Rahmen des Neusser Shakespeare Festivals das weltbekannte Theaterstück „Romeo und Julia“ zu sehen.
Seit 1991 werden alljährlich im nach gebauten Globe Theatre zahlreichen Besuchern die Stücke Shakespeares näher gebracht mit Inszenierungen aus aller Welt. Dieses Jahr waren 9 Kompanien aus den USA, aus England, Frankreich und Deutschlan zu Gast. Unter anderem gab es „Ein Sommernachtstraum“ und „König Heinrich VIII“ zu sehen sowie eine Darbietung, die „Shakespeare and the Globe“ zum Thema hatte.
Wir durften die Nachmittagsaufführung von „Joe Calarco, Shakespeare´s R&J“ nach Shakespeares „Romeo and Juliet“ sehen, welches vom 16.-18. Juni von „This Bridge Company“ aus Arizona (USA) aufgeführt wurde. Die Schauspieler, Regisseurin und Produzentin kommen aus den ganzen USA zusammen, um solche Produktionen einzuüben und dann auf Einladung zu zeigen.
Die Rollen des Stückes wurden von nur vier Männern verkörpert. Die Tatsache, dass nur Männer die Rollen des Stückes spielten, hat uns sehr erstaunt, bis wir durch die Einleitung der Dramaturgin und Theaterpädagogin Vanessa Schürmann uns daran erinnerten, dass es zu Shakespeares Zeiten Frauen nicht erlaubt war, auf einer öffentlichen Bühne Theater zu spielen (was wir vergessen hatten ...)
Eine weitere Besonderheit dieser Aufführung war die geringe Zahl an Requisiten. Die Vier behalfen sich lediglich mit vier Holzkisten und einem blauen Tuch. Das war auch deshalb erstaunlich, weil die Szenen ganz „authentisch“ ´rüber kamen. Man hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlte. Ganz im Gegenteil: Es war alles da! So wurden z.B. Altar und Balkon aus den Kisten gebaut, das Tuch diente als Kift, aber auch als Kleid.
Während der Aufführung hatten wir großen Spaß, auch wenn es hier und da Problem mit der Sprache gab. Die Gestik der Schauspieler half uns, gewisse Szenen doch gut zu verstehen.
Nach der Aufführung hatten wir die Möglichkeit, ein Gespräch mit den Schauspielern sowie der Regisseurin und der Produzentin zu führen und dabei unsere Fragen los zu werden. Dabei erfuhren wir u.a., warum die Schauspieler diesen Beruf ergriffen hatten, wie es für sie ist, auf einer Bühne zu stehen oder auch, wie ihre Gruppe zusammen gefunden hat.
Das war sehr aufschlussreich und wir waren froh, dass uns diese Möglichkeit gegeben worden war. Nach dem Gespräch nahmen sich die Schauspieler auch noch Zeit für gemeinsame Fotos und gaben uns Autogramme. Danach ging es für uns wieder auf die Heimreise und die Schauspieler bereiteten sich auf ihre Abendvorstellung um 20 Uhr vor.
Verena Schäfer, Christina Kappes, Berufliches Gymnasium GW 08B