Für die Schule „unersetzbar“ – gleich fünffacher Abschied im Kollegium der BBS

5 mal geballte Fachkompetenz, gepaart mit viel Menschlichkeit und Humor, geht – zum Ende des Schuljahres musste sich das Kollegium der BBS Pirmasens gleich von fünf lieb gewonnen Kolleginnen und Kollegen verabschieden: Neben Corinna Köhler gehen auch Albert Weyrauch, Hans Jürgen Leonhardt und Franz Hällmayer in den wohlverdienten Ruhestand, Walter Becker wird nach den Ferien wieder zur evangelischen Kirche zurückkehren.

Fachlich konnte Corinna Köhler in Deutsch und Ethik niemand etwas vormachen, doch sie war noch viel mehr. „Die Schüler mögen dich, weil du dich um sie kümmerst. Dein eigentliches Fach war Pädagogik“, fand Schulleiter Jörg Altpeter die richtigen Worte. Zuhören, begleiten, fördern und verzeihen und dabei immer mit dem Herzen bei den Schülern – das war für sie immer selbstverständlich.

Er hat Kultur erfahrbar gemacht und diese mit Schülern geteilt – Albert Weyrauch. Durch sein Engagement bei Schulpartnerschaften mit Frankreich und im Comenius-Projekt hat er, der zudem im Kollegium wegen seines enorm hohen Allgemeinwissens geschätzt wurde („Man bekommt von ihm immer eine Antwort“), die Schulentwicklung maßgeblich beeinflusst.

Eigentlich unverzichtbar für unsere Schule und dennoch war es Walter Beckers Herzenswunsch wieder zur evangelischen Kirche zurückzukehren. Nicht nur als Vorsitzender des Kriseninterventionsteams, das eine Vorreiterrolle an Pirmasenser Schulen besitzt, sondern auch durch sein enormes schulisches Engagement wird er eine große Lücke an der Schule hinterlassen.

Als „unersetzbar“, der in der Geschichte der Schule einen festen Platz haben wird, gilt ebenso Hans Jürgen Leonhardt. Als Leiter des Rechenzentrums fürs Abitur hat ihm in Sachen Datenverarbeitung so schnell niemand etwas vorgemacht. Seine Fachgebiete reichten aber weit über den IT-Bereich hinaus, schließlich unterrichtete er die Schüler auch in Sachen Ernährung.

Als die gute Seele der Abteilung I beschrieb Jörg Altpeter absolut treffend die wichtige Rolle von Franz Hällmayer im Beruflichen Gymnasium. „Er hat bei allen Veranstaltungen den Laden zusammengehalten.“ Durch seine Vertrauenswürdigkeit, seinen Witz und seine Hilfsbereitschaft sorgte er immer für ein gutes Klima im Kollegium. Doch auch fachlich entsteht eine große Lücke, denn sein weitreichendes Engagement bei Schulprojekten oder Schulpartnerschaften ist schwer zu ersetzen.

5 mal geballte Fachkompetenz, gepaart mit viel Menschlichkeit und Humor, nimmt Abschied – das Kollegium der BBS Pirmasens sagt vielen Dank für die gemeinsame Zeit!

 

Corina Köhler: Schule leben heißt: Schule muss menschlich bleiben. Das Schöne an Schule ist: Man kann hier immer jemanden fragen.

Albert Weyrauch: Im Fremdsprachenunterricht geht es auch darum, den Nachbarn und sein Land zu verstehen. Den Nachbarn verstehen heißt: Zukunft gestalten.

Walter Becker: Ein Ur-Winzler, der auch in PS zuhause ist. Ein Team-Player mit klarem Standpunkt und Rückgrat nicht nur in Krisensituationen. Ein echter Pfälzer eben!

Hans Jürgen Leonhardt: Ein Hans Dampf in vielen Fächern. Der Mann, der stets einen USB-Stick um den Hals trug und der sich sowohl in der Küche wie auch im IT-Raum wohl fühlt.

Franz Hällmayer: Der „Spanisch-Papst“ und die gute Seele des Berufli-chen Gymnasiums geht. Der Mann aus LU, er ist ein Pirmasenser geworden. „Gracias Amigo – Danke, lieber Franz“…mehr muss man nicht sagen.